Der Bildungsserver im Web – Chance oder Gefahr?

5 Feb

Projektarbeit mit dem Fallbeispiel Bildungsserver Berlin-Brandenburg

Diversität und Spaltung

Der Bildungsserver führt zu einer engen Zusammenarbeit zwischen Berlin und Brandenburg. Dadurch entsteht eine Länderbeziehung, beide tauschen Informationen und Materialien aus und profitieren von dieser Kommunikation und verbessern damit auch ihr Verhältnis zueinander. Außerdem könnten weitere Kooperationen und Verbindungen zwischen anderen Portalen von Bundesländern oder mit internationalen Bildungseinrichtungen entstehen, bei denen die Möglichkeit geschaffen wird voneinander zu lernen und zum Beispiel bei der Gestaltung von pädagogischen Angeboten oder bei der Verbesserung des Angebots oder dessen Qualität mitzuwirken und zu verbessern. Pädagoginnen und Pädagogen sowie Institutionen und Organisationen könnten bei der Aufbereitung von Projekten und Materialien unterstützt werden und für die Beteiligten offen und einsehbar sein. Dadurch dass Transparenz geschaffen wird, werden alle Beteiligten des Schul- und Bildungssystems, wie Schüler, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, bzw. Führungskräfte in Schule, oder Schulaufsicht, Lehramtsanwärter, Auszubildende sowie alle an Bildung interessierten Menschen zusammen das Lernangebot ausbauen und sich daran beteiligen den Austausch zu fördern. Schüler haben die Möglichkeit im Internet eine gutes Lernportal zu finden, miteinander Lerngruppen zu bilden, Literaturempfehlungen zu notieren und an andere bildungsspezifisch Informationen zu kommen, die sie vielleicht in den Schulen nicht erhalten hätten. Durch gemeinsame Projekte und E-learning Aktivitäten die hier im Web 2.0 entstehen, wird eine Schnittstelle und Plattform geschaffen die auch zu neuen Arbeits- und Kommunikationsstrukturen anregen könnte. Mit Projekten wie das Moodle-System, die Kooperationsplattform „BSCW„ „Basic Support für Cooperative Working, das Virtuelle Klassenzimmer, Foren, Blogs und Chats kann so Wissen geteilt, gemeinsam erarbeitet, gesammelt und bearbeitet werden. Es gibt neben den positiven auch negative Aspekte. Spaltung könnte entstehen, wenn Uneinigkeiten auftreten Die Herausforderung besteht auch darin Gemeinsamkeiten im Bildungsbereich herauszustellen. Weiterhin stellt sich die Frage warum die Daten und die Benutzung nur für die Zielgruppe kostenfrei zur Verfügung steht und die Informationen also nicht für jeden immer und direkt zugänglich sind. Was ist mit den
ärmeren Familien die sich keinen Internetanschluss leisten können oder besitzen. Beachtung sollte auch auf die Qualität der Daten gelegt werden. Informationen können manchmal falsch sein zum Beispiel in Foren und Chats. Digitale also elektronische Daten sind leicht veränderbar, Informationen könnten missbraucht oder manipuliert werden.

Hier der Link zur PowerPoint-Präsentation

http://de.slideshare.net/FR46/bildungsserver-berlin-brandenburg

Internetquellen

• Bildungsserver Berlin-Brandenburg (Service des Landesinstituts für Schule und Medien Berlin-Brandenburg) (2012) http://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/

Freie Geodaten im Web – Segen oder Fluch?

5 Feb

Projektarbeit mit dem Fallbeispiel „OpenStreetMap“

Karten dienen uns seit Jahrhunderten zur Orientierung und unterstützen uns bei der Navigation. Durch Sie können wir uns die Welt, in der wir leben vorstellen und räumliche Beziehungen herstellen. Durch die rasche technologische Entwicklung in den letzten Jahren stehen uns heute nicht nur Printprodukte zur Verfügung, sondern auch Anwendungen auf mobilen Ein- und Ausgabegeräten oder im Internet. Karten sind visuelle Schnittstellen zwischen dem Kartenbetrachter und einem geographischen Informationssystem mit strukturierten und ausgewählten Inhalten, also den Präsentationen von räumlichen Daten.

Heute unterscheiden wir drei Hauptgruppen die Geodaten zur Verfügung stellen. Die kommerziellen Anbieter wie Google Maps, Bing Maps oder Karten aus dem Verlagsbereich, deren Daten lizenzrechtlich geschützt sind und nur nach Bezahlung genutzt werden dürfen. Ähnlich verhält es sich bei der amtlichen Kartographie, die es seit Jahren als eine hoheitliche Aufgabe versteht, Daten mit Raumbezügen korrekt mit höchster Genauigkeit, nach bestehenden Regeln, Normen und bestem kartographischen Verständnis zu erfassen zu verarbeiten und zu präsentieren. Auch diese kostbaren Daten stehen nicht kostenlos zur Verfügung. Sie werden durch Rechte geschützt die eine kommerzielle Nutzung der Daten nicht gestatten. Seit 2005 gibt es jedoch einen dritten Anbieter von Kartendaten.
Als genaues Fallbeispiel wird hier OpenStreetMap näher betrachtet. Das Opensource-Projekt im Bereich Web 2.0 wurde von Steve Coast und einer weiteren kleinen Gruppe von Kartographen ins Leben gerufen. Die Besonderheit dieses Projekts ist, das die Datenakquise nicht von bezahlten Mitarbeitern durchgeführt wird sondern durch freiwillige Unterstützer des Projekts, Menschen wie ich und du. Momentan sind es ca. 550.000 Personen, von denen 10% sehr aktiv mitwirken um dieses Vorhaben zu unterstützen [7]. Es ist also eine von Nutzern gemeinsam erstellte kartographische Enzyklopädie. Das „crowd sourcing“ Projekt ist dementsprechend ein freies Kartenwiki, jeder kann Daten mittels GPS Vektordaten, aus den sich z.B. Straßen, Gehwege, Bahnnetz, Grünflächen, Flüsse bilden, erfassen und in eine Datenbank speisen und damit auf der Plattform von OpenStreetMap für jeden zugänglich machen. Desweiteren können Sachdaten (z.B. Einkaufszonen, Sportstätten, Orte für Unterhaltung) integrieren werden. Diese Attributdaten sind entsprechend dem Interesse und Individualität der Nutzer verschieden und ergänzen die digitale Karte in fast allen Bereichen immer weiter.
Das OpenStreetMap-Projekt wurde mit dem Creativ-Commens-Attribution, der Share-ALike-Lizenz geschützt [3], diese sorgt dafür, dass die von OpenStreetMap verwendeten Geodaten immer frei zugänglich bleiben müssen. Diese Reglung gilt auch für abgeleitete Produkte, d.h. die Daten können beliebig verwendet und bearbeitet werden, nur die Weitergabe muss wieder unter der Share-ALike-Lizenz erflogen, was jedoch nicht zwangsläufig einen kommerziellen Gebrauch der Daten ausschließt.

Diversität und Spaltung

Dieses Projekt bietet viele kollaborative und soziale Aspekte. In der Gesellschaft entsteht Diversität durch das gemeinsame aufnehmen der Daten. Zahlreiche Communities sind auf der ganzen Welt entstanden. Gemeinsame Workshops und Treffen finden statt, aus der nicht nur nationale sondern auch internationale Zusammenarbeit resultiert. Der Austausch, die Kommunikation und Diskussion verbindet Menschen miteinander, fördert Toleranz, ein besseres technisches und räumlich-geographisches Verständnis.
Der Hauptvorteil der freien Geodaten liegt jedoch im Datenreichtum der durch die Dynamik der freiwilligen Helfer entstand und in der freien „kostenlosen“ Nutzung und Gebrauch ohne rechtliche Folgen oder Bedenken haben zu müssen. Freie Daten fördern die Kreativität. Beweis dafür sind zahlreiche individuelle thematische Anwendungen, wie OpenPisteMap, rollstuhl.de oder OpenSeaMap die dadurch entstanden sind. Außerdem bildete sich eine Community die OpenSourceSoftware entwickelt, um auch die passenden Werkzeuge für die Datenverarbeitung, Analyse oder Präsentation bereitzustellen. Dass von diesem Reichtum schon viele Menschen profitiert haben zeigt das Beispiel bei dem katastrophalen Erdbeben in Haiti deutlich. Die spärlich kartierte Hauptstadt Port au Prince wurde innerhalb von drei Tagen, von einer internationalen Community detailliert erfasst. Yahoo stellte dafür kostenlos Echtzeitsatellitenbilder zur Verfügung, dadurch konnten Fußwege, spontan entstandene Flüchtlingscamps, Krankenhäuser und über 8000 Straßensegmente kartiert werden und den Helfern vor Ort Auskunft über passierbare oder unpassierbare Straßen geben, wodurch einige Umwege vermeidet werden konnten. Es existieren aber auch Research-Projekte in Dritte Welt Ländern die den Aufbau von Infrastruktur unterstützen oder um die Erreichbarkeit zu sanitären Anlagen, Krankenhäusern, Brunnen zu erleichtern oder zu dokumentieren. Dieses Projekt unterstreicht damit seine hohe soziale und kulturelle Bedeutung für jeden von uns.
Bei dem Thema der freien Geodaten spalten sich aber auch die Meinungen. Manche ignorieren das Projekt konsequent, da keiner eine Richtigkeit oder Korrektheit der Daten garantieren kann, die Benutzung ist also „auf eigene Gefahr“. Außerdem könnten absichtlich Kartendaten verfälscht oder beschädigt werden, der sogenannte „Cybervandalismus“. Vertreter der klassischen Kartographie kritisieren die Qualität und Umsetzung der Daten, die intuitiv von unterschiedlichen Menschen ohne Hintergrundwissen über kartographische Datenverarbeitung, aufgenommen oder digitalisieren werden. Zu beachten ist auch, dass die globale politische Lage zur Freigabe von Geodaten noch nicht gänzlich geklärt ist, wobei hiermit eine globale Spaltung zu verzeichnen ist. Fraglich ist, ob das Projekt Nachhaltig bleiben wird und kontinuierlich weiter wächst, oder ob es an Dynamik verliert.

Hier ist der Link zu unserem PowerPoint Vortrag :
http://de.slideshare.net/FR46/freie-geodaten-16153703

Literaturquellen
• RAMM, Frederik & TOPF, Jochen – OpenStreetMap- Die freie Weltkarte nutzen und mitgestalten
• ANDRAE, Christine; GRAUL, Christian; Over, Martin; ZIPF, Alexander – Web Portrayal Services
• OpenStreetMap (2012)http://www.openstreetmap.de/
• Bundesamt Kartographie und Geodäsie (2012) http://www.bkg.bund.de/
• indoor OSM (2012)http://indoorosm.uni-hd.de/#
• Wikipedia (2012) http://de.wikipedia.org/wiki/Geodaten
• Deutsche Gesellschaft für Kartographie e.V. (2011), Kartographische Nachrichten

Architektur der Open Government Plattform für Deutschland

7 Nov

Die Open Government Plattform für Deutschland (OGPD) ist ein Erschließungsportal für elektronisches Material der öffentlichen Verwaltung, insbesondere Daten, aber auch Dokumente und Applikationen. Sie bündelt dezentral gepflegte Dateien in einer übersichtlichen Oberfläche und ermöglicht Bürgern im Allgemeinen und Entwicklern, Datenjournalisten, Verwaltungen und Unternehmen im Speziellen einen zentralen Zugangspunkt. Außerdem bietet sie den Nutzern einen kommunikativen Rückkanal zu den Datenbereitstellern in den Behörden.

Um diese Zwecke zu erfüllen, umfasst die Plattform zwei Kernkomponenten: ein Content Management System (CMS) und einen Datenkatalog. Das CMS sorgt für die Verwaltung redaktioneller Inhalte wie Informationsseiten, Linksammlung, Neuigkeiten, Möglichkeiten zur Kommentierung und Bewertungen durch Nutzer und unterstützt eine integrierte Darstellung des Datenkatalogs. Im Katalog dagegen werden die Metadaten, die die Daten, Dokumente und Applikationen beschreiben, gehalten, die wiederum auf dezentrale Datenangebote (online verfügbare Dateien oder Dienste) verweisen.

Dieses Architektur-Muster findet scih in vergleichbaren Portalen wieder. Unterschiede ergeben sich vor allem in der Wahl der Software-Produkte für diese Komponenten und in der Art und Weise, wie diese miteinander interagieren. Zur Wahl von Liferay als CMS und CKAN als Datenkatalog sei auf die OGPD-Studie verwiesen. Hier soll nur erklärt werden, wie diese zusammenwirken und von den Akteuren (beispielsweise Nutzer oder Redakteur) der Plattform genutzt werden können.

Im Kern steht das CMS Liferay, das den Großteil der Funktionalität als sogenannte Portlets in einer Weboberfläche bereitstellt. Redaktionelle Inhalte wie Artikel und Blog-Post werden direkt hier erstellt. Die Inhalte des Datenkatalogs werden über Suchmasken und Ergebnislisten eingeblendet. Datenbereitsteller können über ein Webformular neue Datensätze registrieren oder bestehende aktualisieren.

Zusätzlich zum Abfragen/Bearbeiten via CMS kann der Datenkatalog direkt über eine REST-Schnittstelle angesprochen werden. Mit dieser können Datenbereitsteller automatisiert aus ihren Datenbeständen in die OGPD veröffentlichen.

Für solche Datenbereitsteller, die bereits selber eine Datenkatalog aufgesetzt haben und anbieten, ist die Harvesting-Komponente vorgesehen. Diese ermöglicht es, bestehende Kataloge zu “ernten”, also deren Inhalte zu importieren und dabei nach Relevanz zu filtern und auf die Metadaten-Strukturen in der OGPD zu transformieren. Für die OGPD werden derzeit per INSPIRE-CSW bzw, CKAN-API die Kataloge der Geodaten-Infrastruktur, PortalU, destatis, Berlin, Bremen und Hamburg ausgelesen. Mit Blick auf die Open-Data-Kriterien werden dabei nur solche Datenangebote berücksichtigt, die eine elektronische Ressource, Beschreibung und eine wohldefinierte Lizenz haben.

Für die Nutzer ist die Weboberfläche der wichtigste Zugang zur OGPD. Hier können redaktionelle, Daten und Community-Inhalte durchsucht werden. Die Nutzer erhalten über die OGPD direkten Zugang zu online verfügbaren Datenangeboten. Zugleich können diese kommentiert und bewertet werden.

Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk bzw. Inhalt steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Keine Bearbeitung 3.0 Unported Lizenz.
Quelle: http://open-data.fokus.fraunhofer.de/?p=1154

professionelle Identität

30 Okt

Mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit entwickeln sich die Informations- und Kommunikationstechnologien. Das Internet wird zum größten Wissensspeicher in der Geschichte der Menschheit und zu einer internationalen Plattform mit einem gigantischen Ausmaß. Aber wie kann ich selber mitwirken, gestalten, informieren, kontaktieren, benutzen und in erster Linie mich selbst darstellen? Das Web 2.0 bietet viele Möglichkeiten. Entscheidend ist, was kann ich meinen Lesern geben, in welcher Form stelle ich die Informationen zur Verfügung und wen möchte ich überhaupt ansprechen?

Eine individuelle Onlinestrategie muss her!

– ich schreibe sehr gern, ein Blog ist somit die beste Lösung

Mein Blog bei WordPress „Kartographie lebt!“ wird demnächst mit interessanten Links & Posts gespickt sein und soll spezifiziert Kartographie im Web 2.0 thematisieren.

– auf Xing emphielt es sich ein Profil anzulegen, welches ausschlißelich für berufliche Zwecke erstellt wird
(LinkedIn wäre internationalerer)

– eine eigene Internetseite sollte die zentrale Drehscheibe sein

Bild

die social Media Landkarte

23 Okt

Die Vermessung einer neuen Welt ist natürlich ein Klassiker. Da es aber auf diesem kleinen Planeten wohl kaum noch eine reale Welt zu entdecken gibt (man soll ja nie nie sagen!), war es nur eine Frage der Zeit, bis zumindest die neue virtuelle Welt des sozialen Netzes kartographiert würde. Wie man sieht, geschah dies anno 2007. Und wie man weiß, ist diese Welt heute schon wieder eine ganz andere. Schöne neue Welt…

http://karrierebibel.de/kartographie-der-neuen-welt-die-social-media-landkarte/

Kartographie und Web 2.0

18 Okt

Jung, modern, dynamisch, klassisch, spritzig, frech……

Kartographie lebt !

Kartographie im Web2.0 - Mitgestalten und Bewerten

The WordPress.com Blog

The latest news on WordPress.com and the WordPress community.